Indostomus crocodilus (Burmastichling)

Indostomus cf crocodilus

Indostomus crocodilus

Indostomus crocodilus sieht wie eine recht kleine Kreuzung aus Stichling und Seenadel aus, was nicht weiter verwundert, da der im deutschen auch Burmastichling genannte Fisch zu den Stichlingsartigen (Gasterosteoidei) gehört. Mit ca. 3cm bleibt Indostomus crocodilus recht klein. Als Artmerkmal können beim Männchen die aussen auf der Rücken- und Afterflosse sitzenden schmutzig-weisen (inneres) und dunkelbraunen bis schwarzen (äußeres) Bänder gelten. Weibchen fehlt diese Zeichnung. Außerdem kann man die Weibchen laichreif an ihrem gerundeten Bauch erkennen.

Da es sich bei Indostomus crocodilus um eine äußert schwimmfaule Art handelt, welche gerne Röhren als Verstecke nutzt, ist sie nicht immer im Aquarium zu sehen. Nerviger oder aber anspruchsvoller ist, daß sie nur Lebendfutter essen. Dieses muss ihnen sogar noch fast vor das Maul schwimmen, da sie keine sonderlich aktiven Jäger sind. Am besten füttert man diese Fische zweimal am Tag, wobei man kleines Futter wie kleine Wasserflöhe, Cyclops, kleine weiße Mückenlarven oder Artemia anbieten kann.

Zunächst hatten wir die Art in einem 40 Liter Becken mit einigen Pflanzen wie Javafarn, Javamoos und diversen Schwimmpflanzen und Holzwurzeln sowie verschiedenen Bambusröhren untergebracht. Die Temperatur schwankte zwischen 20-24° C. Das Wasser war neutral bis sehr schwach sauer. In diesem Becken hatten wir mit einem Trio sogar ein zufälliges Nachwuchstier. Mittlerweile haben wir sie aber in ein 12 Literbecken mit noch mehr Röhren (10-25mm Durchmesser) umgesetzt, da leider nur noch 2 Tiere übrig sind und die Ernährung so leichter ist.  Man hat bei diesen schwimmfaulen Tieren den Eindruck, dass ein solches Becken (zumindest bei der Anzahl) ausreicht. Besser erscheint aber die Haltung in einer größeren Gruppe.

Das Durchbringen von Nachwuchs scheint viellfach schwer zu sein, da zu einem die in den Röhren abgelegten Gelege aus 1mm großen, grünlichen Eiern verschwinden können, obwohl sich das Männchen in seiner Nähe aufhält. Allerdings tätigt es dabei keine Brutpflegemaßnahmen wie z.B. Befächeln. Der Grund für das Verschwinden ist noch nicht sicher bekannt, aber sicherlich ist es besser die Becken schneckenfrei zu halten.  Zum anderen ist die anschließende Ernährung der Jungen schwer, da zunächst nur kleinste Nahrung (kleinste Pantoffeltiere, Flüßigaufzuchtfutter sowie Rädertiere) aufgenommen wird. Erst später werden kleine Artemia gefressen. Wir werden aber nun doch beobachten ob wir Gelege entdecken, um sie dann doch vor dem Schlupf zu separieren und die Aufzucht genauer zu verfolgen und um leichter eine hohe Futterdichte anbieten zu können.

Insgesamt ein schöner und interessanter Fisch, bei dem wir uns aber noch anstrengen müssen um ihn bei uns zu erhalten. V.a. haben wir noch Probleme jeden Tag viel kleinstes Lebendfutter anbieten zu können.

2 Gedanken zu „Indostomus crocodilus (Burmastichling)

  1. Sabrina Reiner

    Ich bekomme in nächster Zeit auch Burmastichlinge und wollte fragen was ich alles beachten soll, Osmosewasser? Oder sonst noch was wichtiges,
    40 Liter Becken- 5 Tiere?

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    1. Anonymous

      Hallo Sabrina,

      Wir selber waren nicht so erfolgreich mit denen, daher nur ein Hinweis: wir haben einmal auf Vorat gefüttert , d.h. ganz viel Tümpelfutter auf einmal und das ging schief. Die kelien erkrankten und wir haben sie verloren, die hatten sich gnadenlos überfressen – sind wohl eher auf wenig Futter angepasst.
      Ein 40er reich überings locker für 5…die sind sehr schwimmfaul!
      Schau mal unter weichwasserfische.de nach, da hatten wir unsere her…

      Antworten

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